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In der Schule

Umgang in Kindergarten und Schule

Einige Eltern haben uns berichtet, dass ihr Kind es durch die krankheitsbedingten Einschränkungen im Regel-Kindergarten oder in der Regel-Schule schwer hatte. Für diesen Fall gibt es beispielsweise alternative Einrichtungen wie den „Kinderladen“ oder spezielle „Behinderten-Förderschulen“, wo die Kinder intensiver und individueller betreut werden. So kann besser auf die Bedürfnisse und das Lerntempo der Kinder eingegangen werden und auch mögliche Hänseleien Gleichaltriger können so umgangen werden.

Dyspraktischen Kindern wird der Schulalltag enorm erleichtert, wenn die Eltern mit ihnen gemeinsam den Schulrucksack packen, den Tag vorbereiten und sie zur Schule begleiten/abholen. Danach ist eine intensive, geduldige Hausaufgabenbetreuung sehr wichtig, da Kinder mit Dyspraxie oft Schwierigkeiten mit dem Lesen und Schreiben haben und schnell von einer Sache abkommen.

Die Lehrer des Kindes einzubeziehen ...

... und sie über die Dyspraxie aufzuklären, ist in den meisten Fällen sehr sinnvoll, damit das Kind in der Schule nicht ungerecht behandelt/überfordert wird. Allerdings haben einige Eltern die Erfahrung gemacht, dass nicht alle Lehrer mit der Erkrankung „etwas anfangen“ können: Sie begreifen nicht, warum das Kind z.B. vereinfachte Hausaufgaben oder mehr Hilfestellung benötigt. Hier ist Aufmerksamkeit seitens der Eltern gefragt: Sie entscheiden, ob ein Schulwechsel angebracht ist. Das Kind soll keine Angst vor der Schule entwickeln.

Wie die Mutter eines dyspraktischen Jungen erzählt, konnte erst eine sog. „Schulbegleiterin“ ihren Sohn wieder dazu motivieren, nach einer Schulverweigerung aus Frust und Angst wieder die Schule zu besuchen.

Auch ein/e Lerntherapeut/in ...

... kann eine gute Möglichkeit sein, um das Kind bei schulischen Anforderungen zu unterstützen. Wie im Alltag sei es auch in der Schule/bei den Hausaufgaben v.a. wichtig, das Kind zu motivieren und ihm Spaß an der Schule zu vermitteln, erklärt Astrid Heymann als erfahrene Lerntherapeutin: „Hier erhält das Kind das notwendige Handwerkszeug, um sich im (schulischen und privaten) Alltag zurecht zufinden“.

Für konkrete Hilfsmittel, die den Schulalltag erleichtern, lesen Sie bitte weiter unten.