Dyspraxie Online
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Allgemein gültige Aussagen über Dyspraxie

Das medizinische Online-Lexikon

...Flexicon definiert eine Dyspraxie als ein Erkrankungsbild mit unterschiedlich starken Ausprägungsstufen. Als Therapiestandards werden Ergotherapie und Logopädie aufgeführt. Die Auslöser dieses Beschwerdebildes können, so das Lexikon, nicht genannt werden. Folglich ist eine ursachenbezogene Therapie nicht möglich. Die als Standards genannten Therapieansätze können folglich nur darauf abzielen, durch routinemäßiges Üben Handlungsabläufe zu ermöglichen bzw. zu automatisieren. Daher sei an dieser Stelle die kritische Frage erlaubt, ob die beiden genannten und von der Kassenmedizin im Regelfall auch finanzierten Therapieformen das Optimum in der Behandlung einer Dyspraxie darstellen, oder ob es nicht noch weitere interessante und Erfolg versprechende Therapieansätze gibt, denen nachzugehen sich lohnt, selbst wenn sie nicht aus dem Honorartopf der (gesetzlichen) Kassen vergütet werden können?

Flexicon wie auch der Pschyrembel

...sprechen in seiner Definition der Dyspraxie mindestens 2 Ebenen, die (oftmals) gestört sein können, an: Es sind die Ebenen der Reizverarbeitung (primär dem geistigen Bereich zuzuordnen) und der Motorik (primär der körperlich-funktionelle Bereich). Daher sollte eine Therapie derart gestaltet sein, dass sie die Defizite in allen Ebenen möglichst gut beseitigen kann. Da Zustände, Fähigkeiten wie auch viele Prozesse im menschlichen Organismus unter anderem biochemisch über Botenstoffe (so genannte Neurotransmitter) gesteuert werden, darf an dieser Stelle zurecht angezweifelt werden, inwieweit die konservativen Maßnahmen Ergotherapie und Logopädie in diesen Bereichen notwendige biochemische Veränderungen erreichen können?

Wir wollen Ihnen in den folgenden Zeilen aufzeigen

...welche Aspekte zusätzlich ins therapeutische Konzept eingebunden werden könnten, um die Erfolgsquote zu erhöhen und (schneller) zum Ziel zu kommen. Die "Dyspraxie" ist unserer Meinung nach in aller Regel Ausdruck einer ganzheitlichen Störung. Bei einer ganzheitlichen Fallaufnahme finden sich fast immer weitere gesundheitliche Störungen, die in der Gesamtsicht bestätigen, dass weder das eine noch das andere Symptom als isoliert zu betrachten und zu behandeln sind. Deswegen sollte auch ganzheitlich behandelt werden. Wir versuchen, anhand eines technischen Vergleichs mögliche Auswirkungen zu verdeutlichen. Auch wenn das Beispiel technischer Natur ist, so gibt es hoffentlich einen Eindruck davon, wie komplex ein ganzesSystem gestört werden kann, wenn auch nur ein kleiner Teil seiner korrekten Aufgabe nicht nachkommen kann. Wie der Organismus Mensch ist der "Organismus Auto" höchst komplex. Ihm ergeht es nicht anders als dem Menschen, denn selbst kleine Störungen können das ganze System lahmlegen. Vielleicht wird durch den bildhaften Vergleich mit einem modernen Auto der eine oder andere Ansatz etwas verständlicher.