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Psyche

Darüber hinaus hat die Dyspraxie...

...vielfach auch Auswirkungen auf das psychische Wohlbefinden.
Das dauerhafte Gefühl mit den Freunden nicht mithalten zu können, die vielen Arztbesuche, das oftmals fehlende Verständnis Anderer und die ständige Angewiesenheit auf Hilfe ist für die Kinder sehr schwer zu verstehen und zu ertragen. Oftmals haben sie auch mit Hänseleien anderer Kinder zu kämpfen, sodass es ihnen schwer fällt, Kontakte mit anderen Kindern in ihrem Alter zu knüpfen.

Da eine Dyspraxie häufig gar nicht oder sehr spät erkannt wird, müssen viele Kinder mit einer Dyspraxie damit umgehen, dass sie in unterschiedliche Schubladen gesteckt werden, ohne dass ihre wirklichen Probleme erkannt werden und sie die richtige Unterstützung erhalten. Wenn niemand und auch das Kind selbst nicht versteht, weshalb es diese Schwierigkeiten hat, wird die Psyche des Kindes dauerhaft belastet. Das kann dazu führen, dass die „seelische Behinderung“ größer wird als die tatsächlichen Beeinträchtigungen durch die Dyspraxie.

Dyspraxie ist eine nicht heilbare Erkrankung. Die Betroffenen müssen den richtigen Umgang mit der Erkrankung erlernen und die damit verbundenen Einschränkungen möglichst kompensieren. Deshalb ist es sehr wichtig, dass die Dyspraxie bei Kindern frühzeitig diagnostiziert wird und für betroffene Kinder eine entsprechende Unterstützung vorhanden ist.

Je nach Ausprägung der Dyspraxie empfiehlt sich auch neben der Beantragung einer Pflegestufe die Beantragung zur Einstufung nach dem Schwerbehindertenrecht. Eine gute Grundlage für die Erfolgsaussichten hierfür ist z.B. auf dieser Seite unter dem Unterpunkt 3.4 zu finden:

http://www.versorgungsmedizinische-grundsaetze.de/GdS-Tabelle.html#TabKopfundGesicht